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200 Orte verkünden: Schutz für die Urwälder Rumäniens!

Mehr als 200 Fotos von verschiedenen Orten aus mehr als 30 Ländern sind ein starkes internationales Zeichen für den Erhalt der Urwälder Rumäniens!

Die Welt wird sich zunehemnd bewußt: Klimakrise und Ökosystemkrise sind gleichermaßen bedrohlich für die Menschheit. Daher ist der Erhalt unserer natürlichen Wälder extrem wichtig. In Rumänien gibt es noch große Naturwald-Gebiete, viele davon sind sogar echte Urwälder. Diese Wälder sind nicht nur Lebensraum für zahlreiche Arten, sondern auch große CO2 Speicher und spielen eine wichtige Rolle für den Klimaschutz.

Wir haben zwei Sticker für unsere Kampagne zum Schutz dieser Urwälder entworfen und Menschen aus aller Welt gebeten, uns Fotos mit diesen Stickern zu schicken. Somit können wir gemeinsam ein Zeichen setzten, dass die Urwälder Rumäniens erhalten bleiben müssen. 

Bereits mehr als 200 Fotos aus über 30 Ländern sind bei uns eingelangt! Und das aus alle Ecken der Welt: etwa aus Australien, Thailand, Montenegro, Portugal, Brasilien, Mosambik, den USA und Canada sowie Island und Grönland. Auf den Fotos sieht mehr verschiedenste Orte wie etwas Stadtgebiete, Sehenswürdigkeiten, Natur oder Street Art.

Vielen Dank an alle, die uns bereits Fotos geschickt haben. Wir sammeln weiterhin Fotos. Schickt diese bitte an: act4romanianforests@euronatur.org

Hier sind einige Beispiele der Fotos:

 

ALBANIEN – Tirana
ALBANIEN -Tirana
ÖSTERREICH – Wien
TSCHECHIEN – Prag
FRANKREICH – Paris
FRANKREICH – Paris
USA  San Fransisco
DETUSCHLAND – Berlin
DEUTSCHALND – Hildesheim
DEUTSCHLAND – Berlin
DEUTSCHLAND – Hamburg
DEUTSCHLAND – Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND – Oldenburg
DEUTSCHLAND – Konstanz
DEUTSCHLAND – Leipzig
DEUTSCHLAND- Lübbenau
DEUTSCHLAND – Ludigwigshaven
DEUTSCHLAND- Mannheim
DEUTSCHLAND – Oldenburg
DEUTSCHLAND – Potsdam
DEUTSCHLAND – Radolfzell
DEUTSCHLAND – Radolfzell
DEUTSCHLAND – Suttgart
DEUTSCHLAND – Villingen
GREICHENLAND – Naxos
GRIECHENLAND – Naxos
GRIECHENLAND – Athens
GRÖNLAND – Nuuk
GRÖNLAND – Nuuk
ITALIEN – Mailand
ITALIEN – Mailand
ITALIEN – Bergamont
ITALIEN – Bergamont

 

 

LETTLAND – Riga
LETTLAND – Riga
LITAUEN – Vilniu
NEPAL – Mount Everest
PORTUGAL – Lissabon
PORTUGAL – Lissabon
PORTUGAL – Coimbra
PORTUGAL – Coimbra
PORTUGAL- Porto
RUANDA – Muhanga
RUANDA – Muhanga
SCHWEIZ – Rheinfälle
MONTENEGRO – Podgorica
MONTENEGRO – Podgorica
MONTENEGRO – Ulcinj
UK – Edinbourgh
USA – New York
BRASILIEN – Copacabana
THAILAND – Ao Nang
SENEGAL – Bambey

Neue Umfrage: Große Mehrheit in der EU will besseren globalen Waldschutz

Unter allen EU-Bürgern zeigen Rumänen die stärkste Verbindung zu Wäldern – und ihrem Schutz

Am 21. Mai 2019 veröffentlichte die internationale NGO Fern (Brüssel) eine neue YouGov-Umfrage, die die sehr hohe Bedeutung des Waldschutzes für die EU-Bevölkerung dokumentiert: 87 Prozent der Befragten in der EU befürworten neue Gesetze zur Bekämpfung der globalen Waldzerstörung.

Die Mehrheit der Befragten gibt an, dass weder ihre nationalen Regierungen (66 Prozent) noch die EU (61 Prozent) genug unternehmen, um die globale Waldzerstörung zu bekämpfen. 91% der Europäer und 96% der Menschen in Rumänien sind besorgt über die Wälder und darin lebende Wildtiere. 88% der Befragten in Rumänien gaben an, dass ihre Regierung nicht genug unternimmt, um die globale Waldzerstörung zu bekämpfen.

Die Rumänen zeigen eine besonders starke Verbindung zum Thema Wald:  82% der Menschen reagierten auf die Aussage „Ich sorge mich wirklich um Wälder und wild lebende Tiere“ mit „stimmer sehr zu“ – mit Abstand der höchste Wert bei dieser Frage in der gesanten EU.

86% der Befragten in Rumänien stimmen  außerdem der Aussage zu: „Abholzung ist schädlich für die Menschen und Tiere in den betroffenen Gebieten“ . Dies ist ein deutlich  höherer Wert als in allen anderen EU-Ländern, was darauf hindeutet, dass sich die meisten Rumänen der massiven Waldzerstörung in ihrem Land  bewusst sind und große Besorgnis zeigen.
In der Slowakei, wo die Waldzerstörung auch in der Öffentlichkeit stark debattiertes Problem ist, stimmten immerhin 69% der Befragten dieser Aussage zu (gefolgt von Bulgarien und Spanien).

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Menschen sich viel mehr für Wälder interessieren, wenn es diese tatsächlich in ihrem Land noch gibt – wie in der Slowakei, Rumänien und Bulgarien, die noch immer große Flächen sehr naturnaher Wälder besitzen.

Darüber hinaus widersprachen die Zahlen stark dem gängigen Klischee, wonach sich nur „reichere“ Menschen für die Umwelt interessieren: Die Länder mit den niedrigsten Zustimmungswerten zum Waldschutz waren Deutschland , Niederlande und Dänemark.

Auch in waldreichen, aber wohlhabenden Ländern wie Schweden oder Finnland waren die Zahlen viel niedriger als in waldreichen, aber ärmeren Ländern – wie Rumänien, der Slowakei und Bulgarien.

Am 6. Mai hat der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen (IPBES) in einem umfangreichen und historischen Bericht betont, dass das drohende Massenartensterben und der Verlust natürlicher Ökosysteme gleichrangig mit den Klimaschutz zu behandeln ist. Der Erhalt und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der natürlichen Ökosysteme habe Überlebensrelevanz für die Menschheit.

Der IPBES-Bericht und die Fern-Umfrageergebnisse machen im Hinblick auf die bevorstehenden EU-Wahlen deutlich, dass der Schutz der Wälder eine wichtige Hausaufgabe für die EU und ihre Politik ist – und unverzüglich umgesetzt werden muss.

Daher ist es sehr wichtig, an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilzunehmen und den Umwelt- und den Naturschutz in der EU zu stärken.

 

Abholzungen im rumänischen Domogled Nationlpark: Kein EU-Land hat mehr Urwald als Rumänien, doch dieses einmalige Naturerbe schwindet…

Appell an EU-Gipfel in Sibiu: Ökosystemkrise bekämpfen, rumänischen Waldschatz retten!

Naturschützer fordern in offenem Brief an EU-Regierungschefs konsequenten Urwaldschutz in Rumänien

++ Abschlusskonferenz des Weltbiodiversitätsrates bestätigt, wie ernst die Situation der biologischen Vielfalt ist ++ Eine der dringendsten Maßnahmen ist der Schutz alter Wälder ++ EuroNatur und Agent Green fordern die EU-Regierungschefs auf, die Urwälder in Rumänien endlich konsequent zu schützen ++

Anlässlich des am 9. Mai 2019 im rumänischen Sibiu stattfindenden EU-Gipfels machen die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur und ihre rumänische Partnerorganisation Agent Green auf das Naturschutzdrama in den Karpaten aufmerksam. In einem offenen Brief fordern sie die Regierungschefs der Europäischen Union auf, den anhaltenden Raubbau an Rumäniens Urwäldern auf die Agenda des Treffens zu setzen und sich für einen Stopp der Kahlschläge einzusetzen.

„Seit dem Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union sind fast die Hälfte der bisher bekannten Primärwälder im Land abgeholzt worden. Die Kahlschläge machen auch vor Schutzgebieten keinen Halt. All das geschieht vor den Augen der rumänischen Regierung und der Europäischen Union“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.

Im Abschlussbericht des IPBES (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, kurz: Weltbiodiversitätsrat), der am 6. Mai in Paris präsentiert wurde, machten die Wissenschaftler noch einmal deutlich, wie schlecht es um die biologische Vielfalt auf unserem Planeten steht. Sie sind sich einig darin, dass das Artensterben längst nicht mehr nur ein ökologisches Problem ist, sondern ganze Ökosysteme instabil werden und damit auch die Grundlage für Nahrung, sauberes Wasser und frische Luft gefährdet ist. Dem Schutz von Ur-, bzw. sehr naturnahen Wäldern wird von zahlreichen renommierten Wissenschaftlern eine große Priorität eingeräumt.

Riesenkahlschlag im Natura 2000 Gebiet Fagaras Gebirge. Der neue Bericht des Weltbiodiversitätsrat warnt für den Folgen der Waldzerstörung…