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Aufdeckervideo: Rumäniens Staatforste beim illegalen Abholzen im Calimani Nationalpark erwischt

Europas letze alte Wälder in Rumänien werden von den rumänischen Staatforsten  Romsilva vorsätzlich und illegal zerstört. Zu diesem Schluss kommt ein neues Investigativ-Video, das  harte Beweise für großflächige und bedrückende Waldverwüstungen im Calimani Nationalpark in den Ostkarpaten mit drastischen Bildern vorlegt. Allein im Jahr 2017 wurden, laut inoffizieller Zahlen, rund 70.000 m3 Holz in dem Schutzgebiet abgeholzt. Dies entspricht etwa der Fläche von 200 ha Urwald mit Jahrhunderte alten Bäumen. 

„Die Situation im Calimani Nationalpark ist völlig außer Kontrolle geraten. Das Ausmaß der Misswirtschaft und Naturzerstörung, die von Romsilva betrieben werden, ist absolut inakzeptabel“ betonen Agent Green und die Stiftung EuroNatur. Sie fordern das rumänische Umweltministerium nachdrücklich auf Romsilva unverzüglich aus der Verwaltung von Schutzgebieten zu entlassen, den industriellen Holzeinschlag in Nationalparks zu stoppen und entschlossene Maßnahmen zur Rettung der größten urpsrünglichen Waldökosysteme der EU zu ergreifen.

Der Agent Green Ermittler und Journalist Andrei Ciurcanu besuchte den Calimani Nationalpark während mehrerer Untersuchungen in den Jahren 2017 und 2018. Er entdeckte skandalöse Verwüstungen inmitten des Nationalparks bzw. Natura 2000-Schutzgebietes: ausgedehnte Kahlschläge, brutal gebaute Forstwege und weithin verwüstete Landschaften. All dies ist direkt neben touristisch genutzten Wegen zu finden. Die Verantwortung für diese Katastrophe liegt bei Romsilva, die das Management des Nationalparks kontrolliert und die Forstwirtschaft im Nationalpark verwaltet.
 

OUT OF CONTROL #ep4 Calimani National Park von AGENT GREEN bei Vimeo.

Neben dem massiven Verlust von Bäumen zeigt das Aufdeckervideo auch, wie die Stämme brutal durch Flussbette geschliffen werden, was diese einst reinen Süßwasserökosysteme zerstört. Die Abholzung erstreckt sich über mehrere Quadratkilometer und ganze Bergketten sind nun kahl geschlagen.

Die Ranger der Nationalparks wissen von diesen illegalen Praktiken. Aber sie fürchten, ihren Job zu verlieren, wenn sie Geldbußen verhängen würden. Ein Förster, der nur unter Geheimhaltung seiner Identität spricht, gibt ein Beispiel für die Funktionsweise dieses bösartigen Systems: „Vor 20 Jahren, nach einem großen Windwurf, geschahen ´dunkle Machenschaften`. Romsilva versprach einer türkischen Firma große Holzlieferungen. Dann blockierten sie für fast zwei Jahre die Entfernung von Bäumen, die von Borkenkäfern befallenen waren. Dadurch konnte sich der Käferbefall massiv ausbreiten. Am Ende konnten sie doppelt so viel Holz ernten wie geplant.“ Dieses gigantische abgeholzte Gebiet ist immer noch eine enorme ökologische Wunde und der Wald wächst aufgrund der Größe des Kahlschlages nur sehr langsam nach. Es wird Jahrhunderte dauern, bis dort wieder ein ähnlich wertvoller Wald wächst.

Peter Abran war Mitglied des wissenschaftlichen Komitees des Nationalparks und Spezialist der dortigen Umweltbehörde. Er wusste von der Zerstörung und berichtet, dass er und andere Mitglieder aus dem Komitee entlassen wurden, nachdem sie sich gegen die Abholzungspläne im Park gestellt hatten. Bei einem Telefoninterviews mit Agent Green bestätigt Abran, dass die Abholzung in betreffenden Teilen des Parks illegal sind, da seit 2010 keine Umweltgenehmigung mehr erteilt wurde: „Romsilva hat den Wald im Nationalpark illegal ausgebeutet. Es gibt keine ministerielle Genehmigung für die Abholzungen.“

„Umweltministerin Gratiela Gavrilescu muss sofort handeln! Romsilva verhält sich wie der Totengräber unserer wertvollen Naturwälder. Diese Wälder sind unser Stolz und wichtig für sauberes Wasser, gute Luft sowie Erholung und sind entscheidend für das Überleben vieler bedrohter Arten. Der massive Holzeinschlag von Romsilva ist zu einer nationalen Sicherheitsbedrohung geworden. Daher muss Romsilva sofort aus dem Management von Schutzgebieten entlassen werden. Rumänien wird 2019 die EU-Präsidentschaft übernehmen. Der Schatten, den die Waldvernichtung auf das Land wirft, muss vorher behoben werden, um unserer Nation keine Schande zu bringen“, sagt Gabriel Paun, Präsident von Agent Green.

„Diese Waldtragödie in Rumänien wurde von vielen wichtigen Entscheidungsträgern viel zu lange nur beobachtet und ignoriert. Das ist derzeit die größte Naturschutzkrise in Europa. Der Klimawandel wird unsere Wälder zunehmend mit Dürren und Waldbränden treffen, wie wir es bereits im vergangenen Sommer erlebt haben. Deshalb müssen wir alle noch intakten Naturwälder erhalten! Wenige Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Katowice fordern wir die EU und die Welt auf, sich mit Rumänien und seinen Wälder zu befassen und aktiv zu werden!“

Agent Green und EuroNatur fordern die rumänische Umweltministerin auf, den kommerziellen Holzeinschlag in Nationalparks unverzüglich einzustellen, Romsilva aus der Verwaltung von Nationalparks und anderen Schutzgebieten zu entlassen, moderne und naturschutzorientierte Managementsysteme einzuführen, angemessene Mittel für die ordnungsgemäße Verwaltung von Schutzgebieten (einschließlich Natura 2000-Gebieten) bereitzustellen und private Landbesitzer in Schutzgebieten für Naturschutzziele zu entschädigen.

Heute wurde eine neue Petition an die rumänische Premierministerin gestartet, die in der ersten Hälfte des Jahres 2019 die Präsidentschaft des EU-Rates übernehmen wird. Die Petition fordert sofortige Maßnahmen, um die Zerstörung der letzten großen Urwälder Europas in Rumänien zu stoppen. Die Unterschriften werden der rumänischen Regierung übergeben und der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament übermittelt.

Hier geht es zur Petition!

Die Episoden #1, 2, and 3 der „Out of Control“-Serie können hier aufgerufen werden.

Journalist und Ermittler Andrei Ciurcanu im schwer verwundeten Calimani Nationalpark.
Verheerende Umweltzerstörung im Calimani Nationalpark.

Waldzerstörung in Rumänien: EU-Fact-Finding Mission und Anti-Mafia-Razzia

Rumänischer Nationalpark-Direktor: „Der Wald selbst will abgeholzt werden“…

Am frühen Morgen des 30. Mai 2018 begannen Beamte der rumänischen Anti-Mafia-Behörde DIICOT (Direktion zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens und des Terrorismus) mit einer groß angelegten Ermittlungsaktion gegen illegale Praktiken in der rumänischen Holzindustrie. Die Presseausendung von DIICOT gibt bekannt: „Staatsanwälte der Direktion für die Untersuchung von organisierter Kriminalität und Terrorismus haben zusammen mit Polizeibeamten der Abteilung für öffentliche Ordnung und der Abteilung für Wirtschaftskriminalität 23 Hausdurchsuchungen in fünf Bezirken des Landes und in Bukarest durchgeführt.“ In der Pressemitteilung ist von einer „organisierten kriminellen Gruppe“ die Rede, spezialisiert auf Straftaten der Veruntreuung von öffentlichen Holzversteigerungen, Steuerhinterziehung, unlauterem Wettbewerb, Abholzungen und anderen Straftaten.

Es bestehe ein „begründeter Verdacht“, dass mehrere Personen seit 2011 eine organisierte kriminelle Gruppe bilden, deren Mitglieder die öffentlichen Holzversteigerungen, die auf der Ebene der forstlichen Abteilungen organisiert sind, missbrauchen, um erhebliche zusätzliche Mengen an Holz für die Verarbeitung in Sägewerken zu beschaffen. Weiter bestehe der begründete Verdacht, dass ein Teil des verarbeiteten Holzes aus illegalen Einschlägen stammt. Der geschätzte Schaden beläuft sich laut DIICOT auf mehr als 25 Millionen Euro. Die Mitglieder der organisierten kriminellen Gruppe hätten auch von der Unterstützung einiger Beamter profitiert. Eine Reihe von Personen werde zur Befragung in der DIICOT-Zentrale vorgeführt. In die Operation seien auch Spezialeinheiten der Gendarmerie-Brigade „Vlad Tepes“ (der zivile Name von „Graf Dracula“) involviert.

„Der Wald selbst will abgeholzt werden“…

Primeval forest demand itself to be cut. Really? from AGENT GREEN on Vimeo.

Razzia folgt auf EU Fact Finding Mission und Protest-Aktion im Domogled Nationalpark / Natura 2000 Gebiet

Das konzentrierte Einschreiten der Behörden wird in Rumänien bereits seit Jahren erwartet. Die aktuelle Aktion der Anti-Mafia-Behörde erfolgt unmittelbar nach einer öffentlich stark rezipierten Fact Finding Mission des EU-Abgeordneten Thomas Waitz und einer Protestaktion von Aktivisten von Agent Green in dem von Abholzungen besonders betroffenen Domogled-Nationalpark am 26.Mai 2018.

Der Lokaltermin von Thomas Waitz und Vertretern von EuroNatur und Agent Green offenbarte dramatische Wald-Zerstörungen im Herzen des Nationalparks: Fällung uralter Buchenwälder, überdimensionierte und erosionsfördernde Forststraßen oder Bodenverwüstung durch Traktorwege in Steilhängen.

Der von rumänischen Staatsforsten Romsilva bestellte Nationalparkdirektor Ioan Gaspar verstieg sich vor laufender Kamera am Samstag (26. Mai 2018) zu der bemerkenswerten Aussage: „Der Wald selbst will abgeholzt werden“. Der für 12 Nationalparks zuständige Romsilva-Manager Dragos Mihai behaupte vor Ort – unbeirrt von den offenkundigen und mit freiem Auge sichtbaren Abholzungen – dass im Nationalpark keine Altwälder eingeschlagen werden. Er bestritt außerdem, dass die rumänischen Nationalparks an die internationalen Normen der Weltnaturschutzorganisation IUCN gebunden seien und beharrte darauf, dass Abholzungen in der sogenannten Pufferzone des Parks legal seien.

Nach den Regeln der Weltnaturschutzunion IUCN müssen mindestens 75 Prozent eines Nationalparks streng geschützt werden und das rumänische Nationalparkgesetz (O.U.G. 57/2007) definiert, dass die Nationalparks der IUCN-Kategorie II entsprechen müssen, wonach Schutz von Ökosystemen und Erholung Priorität haben. Die Nationalparkverwaltungen sind daher gesetzlich verpflichtet, „jegliche Formen der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und Landnutzung“ auszuschließen, die mit Schutzzielen nicht vereinbar sind.

„Ein Romsilva Manager gab im Gespräch zu, dass die Hälfte des Domogled Nationalparks wegen der Abholzungen eigentlich kein Nationalpark mehr ist“, berichtet der Umweltschützer und Journalist Matthias Schickhofer, der für die Stiftung EuroNatur an der Mission teilnahm. „Sämtliche anwesenden Staatsförster und Nationalpark-Angestellten haben während der gesamten Visite kaum einen Satz über den Schutz der Ökosysteme verloren. Offenbar geht es ihnen ausschließlich um möglichst hohe Einnahmen aus der Holznutzung. Die Abholzungen stehen im Widerspruch zu geltenden Gesetzen. Die Waldzerstörungen im Domogled Nationalpark sind aber nur die Spitze des Eisberges: Das großangelegte Vorgehen der Spezial-Behörden gegen kriminelle Strukturen im Bereich der rumänischen Holzindustrie belegt, dass es sich hier wohl um ein systemisches Problem handelt. Rumänien braucht dringend eine grundlegende Wald-Wende.“

Das Bild ehemaliger alter Buchenwälder im Cernisoara-Gebiet mitten im Domogled Nationalpark.
Intakter Buchen-Urwald im Radoteasa-Tal, Cernisoara-Bezirk, Domogled Nationalpark. Laut einem Romsilva-Manager hätte ein „Experte“ angeblich bestätigt, dass es sich hier nicht um Urwald handelt…
Weglose Wildnis im Radoteasa-Tal, Cernisoara-Gebiet: Nach den Plänen der Staatsforste Romsilva soll dieser Wald abgeholzt werden, obwohl mitten im Domogled-Nationalpark gelegen. Immerhin hat der Naturschutz-Direktor von Romsilva vor Ort dann die Möglichkeit in Aussicht gestellt, den Urwald vielleicht doch noch in die Nationalpark-Kernzone zu integrieren…
Nachhaltige Forstwirtschaft? Nein, ehemaliger Urwald im Domogled Nationalpark.
Überdimensionierte Forststrasse im alten Buchenwald im Herzen des Domogled Nationalparks. Hier wurden offenbar ganze Alt-Bäume in das Tal geschliffen…
EU-Parlamentarier Thomas Waitz, Biobauer und Waldbesitzer aus Österreich, zählt die Jahresringe einer Uralt-Buche in der Nähe des UNESCO-Weltnaturerbe-Teilfläche „Iauna Craiova“ im Domogled Nationalpark. Ein neues UNESCO-Weltnaturerbe-Programm schützt seit 2017 letzten europäischen Buchenurwälder u.a. in Rumänien. Trotzdem wird im Domogled Nationalpark in alten Buchenwäldern eingeschlagen, die an das UNESCO-Gebiet angrenzen und die weitgehend ident sind mit den UNESCO-geschützten Flächen…
UNESCO-Buchenurwaldreservat Iauna Craiova im Domogled Nationalpark. Die außerhalb des Reservats abgeholzten Nationalpark-Flächen haben wohl auch einmal so ausgesehen.

 

Rumäniens Urwälder: Kampf für das Ende des Holzeinschlags in Nationalparks

++ Protestaktion in der Wildnis des Domogled Nationalparks macht Öffentlichkeit auf Umweltdrama in den Karpaten aufmerksam ++ 

25 Aktivisten aus verschiedenen Regionen Rumäniens protestierten am Samstag, 26. Mai, gegen die anhaltende Zerstörung der Urwälder inmitten des Nationalparks Domogled – Valea Cernei. Ziel der Aktion war es, die internationale Aufmerksamkeit auf die weitgehend unbekannte Zerstörung der Urwälder in Rumäniens Nationalparks zu lenken. Die Aktivisten konfrontierten den Naturschutz-Direktor Dragos Mihai von der staatlichen rumänischen Forstverwaltung Romsilva, die zwölf rumänische Nationalparks betreut, mit dem dringenden Aufruf, die Abholzungen sofort einzustellen und die internationalen Standards in allen Nationalparks einzuhalten. Mitglieder des Rumänischen und des Europäischen Parlaments, Senator Mihai Gotiu und MdEP Thomas Waitz, waren Zeugen der Protestaktion. Der Europaabgeordnete Thomas Waitz machte sich auf Einladung der Naturschutzorganisationen EuroNatur und Agent Green ein eigenes Bild von der Lage im Domogled Nationalpark.

Allein im vergangenen Jahr wurden laut SUMAL, Rumäniens zentraler Datenbank für Wald und Holzeinschlag, mindestens 382.000 Tonnen Holz aus Nationalparks geschlagen. Der Domogled Nationalpark ist der größte Nationalpark Rumäniens und am stärksten vom Holzeinschlag betroffen. Allein hier wurden im vergangenen Jahr mindestens 123.000 Tonnen Holz geschlagen. Romsilva hatte das Fällen zahlreicher alter Bestände genehmigt. Im Frühjahr 2017 wurde mit der Abholzung der letzten unberührten Täler im Forstrevier Cernisoara innerhalb des Domogled Nationalparks begonnen.

„Das rumänische Umweltministerium ignoriert nach wie vor den Willen vieler Menschen und die Forderung anerkannter Wissenschaftler, die wertvollen Nationalparks zu erhalten. Die politischen Gespräche sind gescheitert, deshalb müssen wir hier am Ort der Zerstörung unsere Stimme erheben, um sowohl die Öffentlichkeit als auch die europäischen Institutionen zu alarmieren“, sagt Gabriel Paun, Gründer von Agent Green.

Das nach wie vor anhaltende Drama der Zerstörung des Urwaldes von Cernisoara unterstreicht das systemische Versagen der rumänischen Nationalparkverwaltung. Zwei Urwaldgebiete in Cernisoara wurden 2017 bereits abgeholzt, bei zwei weiteren sind großflächige Holzeinschlägefür diesen Sommer geplant. „Das Drama in Rumänien übersteigt bei weitem jenes im polnischen Urwald von Bialowieza. Wir fordern die EU-Kommission auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Verstöße gegen das EU-Recht zu verhindern. Es kann nicht sein, dass die Pufferzonen im Nationalpark, die die uralten Wälder schützen sollen, wie normale Forste bewirtschaftet werden. Nationalparke sind nicht dazu da, die Gewinne der Forstverwaltung zu erhöhen und sie müssen entsprechend der internationalen Naturschutzstandards und des rumänischen Nationalparkgesetzes behandelt werden“, sagt Matthias Schickhofer, Campaigner und Urwaldexperte, der EuroNatur bei der Kampagne SaveParadiseForests als Berater unterstützt.

Derzeit erfüllt keiner der 13 rumänischen Urwald-Nationalparks die Empfehlungen der Weltnaturschutzorganisation IUCN und es ist nicht erkennbar, wie die Regierung in Bukarest gedenkt, die Vorgaben zu erfüllen. Im Gegenteil: Die Fläche der Kernzonen, in denen menschliche Eingriffe nicht erlaubt sind, wurde in einer Reihe von Nationalparks deutlich reduziert. „Dieser Trend ist erschreckend. Nicht nur Rumänien, sondern die gesamte EU verliert äußerst wertvolle Naturschätze. Wenn es uns in Europa nicht gelingt, dieses Drama zu beenden, werden die meisten unserer letzten Paradieswälder bald verschwunden sein – für immer“, fasst Gabriel Paun zusammen.

EuroNatur und Agent Green fordern von der rumänischen Regierung:
1. Ein sofortiges Moratorium für die Abholzung von potentiellen alten Wäldern und Urwäldern in allen Nationalparks, insbesondere auf Staatseigentum.
2. Die Einführung von IUCN-kompatiblen Nationalparkverwaltungen und Managementplänen, insbesondere die Sicherstellung von mindestens 75 Prozent Kernzonenbereichen und Pufferzonen ohne kommerzielle Holzgewinnung.
3. Die Sicherstellung einer ausreichenden Finanzierung der Nationalparks sowie unabhängiger und professioneller Nationalparkverwaltungen aus dem Staatshaushalt.
4. Die Neustrukturierung der wissenschaftlichen Gremien aller Nationalparks, die ausschließlich aus unabhängigen Experten bestehen sollten, die eine Verantwortung für die Erhaltung der Nationalparks übernehmen.

Protestaktion gegen fortdauernden Abholzungen im rumönischen Domogled Nationalpark und Natura 2000 Gebiet. Nur die Hälfte des Parks ist geschützt, im Rest dominiert Intensiv-Forstwirtschaft.